Coming Out

Aus WindelWiki

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Coming Out bezeichnet den Vorgang, seine Neigungen öffentlich zu machen. Das Wort stammt vom englischen "coming" gleich kommen und "out" für heraus, heißt also so viel wie Herauskommen.

[Bearbeiten] Allgemeines

Geprägt wurde der Begriff aus der Schwulenszene. Ursprünglich bedeutet er dort die gesellschaftliche Offenbarung der homosexuellen Neigung und ist von dort auf alle anderen sexuellen Vorlieben übertragen worden. Im speziellen Kontext des Windelfetisches bezeichnet das Coming Out die Aufklärung von einzelnen Freunden oder Teilen des Freundes- und/oder Verwandtenkreises über seine Liebe zum Windeltragen.

Ein Coming out geht meistens mit einer grossen psychischen Belastung einher. Nicht selten steht das Coming out am Beginn eines neuen Lebensabschnittes für den Betroffenen.

Oft reagiert der Partner hierauf stark emotional und es kommt gegebenenfalls zu einer Trennung der Beziehung. Deswegen sollte man diesen Schritt nur wagen, wenn man sich der bedingungslosen Liebe seines Partners sicher ist. Umgekehrt ist allerdings auch das dauerhafte Verleugnen oder Verstecken eines Teils der Persönlichkeit belastend, so dass ein erfolgreiches Coming Out eine wesentliche Erleichterung bedeuten kann.

[Bearbeiten] Tipps zum Coming Out

Das Coming Out will gut überlegt sein. In manchen Fällen kann es sinnvoller sein, die Neigung zu verbergen. Wenn die Personen, die davon eventuell erfahren sollten, nur vorübergehend zum engeren Umfeld gehören, lohnt sich der Aufwand oft nicht; wenn sie aus Intoleranz, Unverständnis oder Überforderung die Neigung wahrscheinlich ablehnen, würde sich das persönliche Verhältnis vermutlich verschlechtern.

Wer sich über das Coming Out nicht sicher ist, kann die betroffenen Personen eventuell besser einschätzen, indem er/sie vorher in unverfänglichen Situationen die Toleranz gegenüber abweichendem Sexual- oder Rollenverhalten testet, etwa anhand von Zeitungsannoncen, einschlägigen Fernsehberichten. Wenn sie z.B. Homosexualität und Transvestitismus als im weiteren Sinne normal betrachten, werden sie vielleicht auch Windelfetischismus weniger ablehnend gegenüberstehen.

Von der gelegentlich empfohlenen Praxis, bei einem romantischen Zusammensein dem Partner/der Partnerin ohne Vorwarnung mit einer Windel zu konfrontieren, ist eher abzuraten. Ein offenes Gespräch, bei dem man eventuell auf die Entwicklung der Neigung im Laufe der Kindheit und Jugend eingeht, ist meist sinnvoller. Die Vorlage informativer Onlinemedien kann helfen, die Verbreitung und damit den Grad der "Normalität" zu vermitteln.