Einwegwindel

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Einwegwindeln oder Höschenwindeln sind die heute gebräuchlichen Windeln. Sie haben sich mit der Zeit gegen die Stoffwindeln durchgesetzt. Sie sind unter Windelliebhabern die beliebtere Windelart. => Windelarten

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Vorteile

  • Saugen sehr viel
  • Meistens verträglicher für die Haut als Mehrwegprodukte
  • Deutlich dünner, also besser zu kaschieren
  • Leichteres Wickeln

[Bearbeiten] Nachteile

  • Teurer als Stoffwindeln (dafür geringere Nebenkosten, wie z.B Wasser und Strom zum Waschen)
  • Sehr viel Müll

[Bearbeiten] Unterarten

[Bearbeiten] Windelslips

Slips sind eine (Schnitt-) Form von Windeln, bei denen das Saugvlies fest in einer wasserundurchlässigen Folie aus Polypropylen angebracht ist. Außen kann diese Folie eine plastikartige oder eine textilähnliche Oberfläche haben. Slips werden typischerweise durch mehrere Klebestreifen bzw. Klettverschlüsse fixiert.

Der Saugkern besteht aus Zellstoff, der mit Superabsorber-Pulver durchsetzt ist. Dieses spezielle Kunstoff-Pulver nimmt das 1000fache des Eigengewichtes an Flüssigkeit auf und hält sie trotz Druckbelastung gebunden. Dadurch nehmen die Windeln deutlich an Volumen zu. Lediglich Feuchtigkeit aus dem Zellstoff kann ein leichtes Rücknässen verursachen.

Die meisten Produkte sind mit doppelten Bündchen, Außenbündchen und Innenbündchen versehen, die vom Bauch durch den Schritt bis zum Rücken verlaufen und ein seitliches Auslaufen bei korrektem Sitz der Windel verhindern. Gute Windeln haben sowohl im Rücken- als auch im Bauchbereich Gummizüge die ein besseres Anliegen und größere Auslaufsicherheit bieten.

Theoretische Saugleistungen liegen bei fast vier Litern, wohingegen in der Praxis die besten Windeln bei ca. 1,5 bis 1,8 Litern aller spätestens gewechselt werden sollten. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sich Flüssigkeiten nicht so gut, wie in der Theorie verteilen.

Der Vorteil von Slips gegenüber Pants liegt darin, dass man sie wechseln kann, ohne Schuhe und Hose ablegen zu müssen; dafür kann man sie weniger leicht zu Kontrollzwecken öffnen, und manche Klebestreifen lassen nach mehreren Öffnungen nach. Außerdem sitzen sie enger und fester am Körper als Pants, und sie haben sie eine deutlich größere Saugkraft. Viele Teen- oder Adultbabys bevorzugen Slips gegenüber Pants, weil sie eine größere Ähnlichkeit mit Babywindeln haben.

[Bearbeiten] Pants

Pants sind eine besondere Form von Windeln (Windelarten), die aus einer meist textilartigen Schutzfolie mit eingearbeitetem Saugkissen bestehen. Im Gegensatz zu Slips haben Pants ein geschlossenes, flexibles Bündchen und werden als Ganzes wie eine Unterhose an- und ausgezogen. Das macht es einfacher, sie zu kontrollieren oder trotz ihrer Anwendung eine Toilette zu benutzen.

Beim Wechsel wird es allerdings notwendig, den Unterkörper vollständig zu entkleiden. Sie haben außerdem eine deutlich geringere Saugkraft und sind deshalb nur für leichte bis mittlere Inkontinenz geeignet. Auch preislich sind sie fast durchweg deutlich teurer als entsprechende Windelslips der gleichen Firma; die höhere Gewinnspanne ist wohl auch einer der Gründe, warum sie viel stärker beworben werden.

[Bearbeiten] Statistiken Einwegwindeln - Stoffwindeln

Angaben jeweils für 1000 Kinder während der Wickelphase von 27 Monaten.1

Einwegwindeln Stoffwindeln
Elektroenergie 403 MWh 793 MWh
Wärmeenergie 3.417 MWh 139 MWh
Wasserverbrauch 29.443 m³ 42035 m³
Abfall 630 t 7,5 t
Abwasser BSB 6.572 kg 5541 kg
Abwasser CSB 27.126 kg 23.295 kg

Für Höschenwindeln werden sowohl regenerierbare Rohstoffe (z.B. Holz für Zellstoffasern) als auch nicht regenerierbare (z.B. Erdöl für Plastikfolie und Superabsorber) eingesetzt.

Für Baumwollwindeln werden als Material nur relativ wenig, noch dazu regenerierbare Rohstoffe (Baumwolle) eingesetzt. Hinzu kommen aber die nicht regenerierbaren Rohstoffe der Düngerproduktion (Mineralsalze) und der Waschmittelproduktion (z.B. Erdöl, Bauxit, Borax), sowie die problematischen Pestizide (Spritzmittel), die im Baumwollanbau verwendet werden.

[Bearbeiten] Gesamtproduktionskosten pro Kind

  • Höschenwindel: 1349,81 Euro
  • Baumwollwindel: 292,46 Euro

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellen

1 Nach Diehl/Bast 1991, S. 16